Klassik Open Air

Europas grünster Konzertsaal

Stadt Nürnberg

Klassik gewinnt Kult-Charakter

Menschen auf dem Weg zum  Klassik Open Air

Foto: Uwe Niklas

Er bleibt Europas größter und grünster Konzertsaal – der Nürnberger Luitpoldhain. Seit der Jahrtausendwende ist er Schau- beziehungsweise Hörplatz des KLASSIK OPEN AIR der Stadt Nürnberg. Im Juli und August verwandelt sich der Park in ein Festivalgelände der besonderen Art. Die bunte Stadtgesellschaft von heute trifft sich zum entspannten Picknick mit Wunderkerzen und Feuerwerk: Metal-Fans lagern neben den Mitgliedern des musikalischen Damenkränzchens, eine türkische Picknickgesellschaft teilt sich das Brot mit russischen Konzertliebhabern. Klassik-Kenner und Sound-Einsteiger lagern friedlich und entspannt vereint auf der grünen Wiese, reagieren spontan mit Applaus und Tanzeinlagen. Jung und Alt, Familien und Freunde pilgern zu diesem atemberaubenden Bürgerfest, das mal als „Woodstock der klassischen Musik“ bezeichnet wurde. Es ist die große Bühne für Nürnbergs Orchester – bei freiem Eintritt.

Klassik im Kerzenschein

Ein Meer aus Wunderkerzen beim Klassik Open Air

Foto: Uwe Niklas

Die beispiellose Erfolgsgeschichte begann 2000 anlässlich des 950. Geburtstags der Stadt Nürnberg. Mit drei kostenlosen Freiluftkonzerten der beiden großen Orchester der Stadt sollte ein großes Fest im Luitpoldhain gefeiert werden. Vorbild waren ähnliche Konzerte im New Yorker Central Park und vor allem die „Proms in the Park“ im Londoner Hyde Park. Selbst Menschen, die normalerweise keine klassische Musik hören, sollten hier ungezwungen und bei freiem Eintritt „ihre” Orchester kennenlernen können. Die Bürger kamen und blieben – und brachten Freunde mit. Durch die musikalische Qualität der Staatsphilharmonie Nürnberg und der Nürnberger Symphoniker, das Ambiente des Luitpoldhains und die zwanglose Atmosphäre haben sich die Genuss-Konzerte mittlerweile zu einer richtigen Picknickkultur im abendlichen Kerzenschein entwickelt. Und wenn Zehntausende dann ihre Wunderkerzen anzünden, entsteht jener magische Moment, der sich Jahr für Jahr zuverlässig einstellt. Dem schließt sich ein opulentes, anspruchsvolles Feuerwerk zur finalen Musik an. 2017 gibt es anlässlich des Abschieds von Alexander Shelley, Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker, auch im August ein Finale mit Feuerwerk. 

Der Zauber klassischer Musik wirkt

Der Luitpoldhain Nürnberg war als Veranstaltungsort für Massenveranstaltungen diskreditiert, da er umgebaut zur Luitpoldarena den Nationalsozialisten am „Parteitagssonntag” für die Blutweihe der neuen Fahnen gedient hatte. Seine ursprüngliche Anlage als Park für die große Landesgewerbeausstellung 1906 war von der näheren Vergangenheit vollkommen verdrängt worden. Bis ins Jahr 2000 war der Abschlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentags 1979 die einzige Großveranstaltung, die nach 1945 auf dem Gelände stattgefunden hatte. Durch das KLASSIK OPEN AIR veränderte sich die Wahrnehmung vom Veranstaltungsgelände im Publikum: Der Zauber klassischer Musik sorgte für eine Neudefinition und positive Assoziationen zum Ort.

Europas größtes Open Air

Die Bühne beim Klassik Open Air

Foto: Uwe Niklas

Das KLASSIK OPEN AIR in Nürnberg gilt heute als die größte Freiluftveranstaltung mit klassischer Musik in Europa. Nach anfänglich sehr überschaubarem Publikumszuspruch erreicht es mittlerweile etwa 160 000 Besucherinnen und Besucher. Seit 2013 werden die Konzerte vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und ausgestrahlt.

Konzertprogramm mit internationalen Solisten

Die Staatsphilharmonie Nürnberg und die Nürnberger Symphoniker unterhalten die Besucher bei den insgesamt drei Konzerten des KLASSIK OPEN AIR mit vielfältigen Programmen. Dabei stehen jährlich auch internationale Solisten im Fokus. In der Vergangenheit standen auf der Bühne im Luitpoldhain bereits bekannte Größen wie Nikolai Schukoff, Alison Balsom, Simone Kermes, Martin Grubinger, Andreas Scholl und Pepe Romero. Dieses Jahr sind die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili und der britische Violinist Daniel Hope mit dabei.

Unterstützung

Trotz aller positiven Erfahrungen mit Veranstaltungskonzept und Ort hätte das KLASSIK OPEN AIR keine Zukunft, wenn sich nicht Förderer gefunden hätten, die ihr Engagement zusagten, bevor die Stadt Nürnberg die Fortführung der Konzerte bestätigte. So dankt die Stadt Nürnberg den Hauptförderern des KLASSIK OPEN AIR, der Sparda-Bank Nürnberg und Lebkuchen Schmidt, sowie allen weiteren Unterstützern.

Dazu gehört jede einzelne Konzertbesucherin und jeder einzelne Konzertbesucher, denn: Auch Sie können die Konzerte unterstützen und dadurch zum Erhalt des KLASSIK OPEN AIR beitragen. Der Nürnberger Kulturpreisträger Toni Burghart entwarf dieses Vögelchen – mittlerweile ein Kult-Objekt – als Signet des KLASSIK OPEN AIR. Sind Sie auch schon Kult-Träger?

Veranstalter ist das Projektbüro im Kulturreferat der Stadt Nürnberg.

Der Eintritt für alle Konzerte ist frei.


Herzlichen Dank an unsere Hauptförderer:

Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt Stiftung

Förderer:

und Medienpartner:

Fanfare

Klicken Sie auf den oberen Abspiel-Button um die neue Fanfare des Klassik Open Air anzuhören.

Weitere Highlights

Weitere Veranstaltungen des Projektbüros im Kulturreferat:
28. bis 30. Juli 2017
Bardentreffen
6. August 2017
Stars im Luitpoldhain

22. bis 24. September 2017
Stadt(Ver)Führungen
31. Dezember 2017
Silvestival
5. Mai 2018
Die Blaue Nacht