Klassik Open Air

Europas grünster Konzertsaal

Stadt Nürnberg

Nürnberger Symphoniker:
Biographien Orchester und Solisten

Nürnberger Symphoniker – Musik erleben

Nürnberger Symphoniker / Foto: Torsten Hönig

Foto: Torsten Hönig

Künstlerische Qualität und stilistische Bandbreite – das sind die Markenzeichen der Nürnberger Symphoniker. Seit ihrer Gründung 1946 sind sie an allen musikalischen Fronten dabei: Oper, Operette, Oratorium, Film und vor allem das Symphoniekonzert – in all diesen Genres machen sie Musik zum Erlebnis.

In rund 100 Auftritten pro Saison erfreuen sie als das Konzertorchester der europäischen Metropolregion Nürnberg jedes Jahr an die 200.000 Zuhörer. Während bei den Symphonischen Konzerten der Schwerpunkt auf dem klassisch-romantischen Repertoire liegt, widmen sie sich in ihrer Reihe im Musiksaal in der Kongresshalle spannenden genreübergreifenden Projekten aus Pop, Jazz, Film und Literatur. Und während der Sommersaison im Serenadenhof oder bei Europas größtem Klassik Open Air im Luitpoldhain steht die ganze Welt der Musik auf dem Programm.

Weiteres Herzstück ihrer Arbeit sind die altersgerechten und interaktiven Kinder- und Jugendkonzerte, mit denen sie einen engagierten Beitrag zur Förderung des Konzertbesucher-Nachwuchses leisten. Dafür wurde das Orchester 2012 mit dem Paula-Maurer-Preis ausgezeichnet. Daneben stehen neue Konzertformate wie Angebote für Menschen mit Demenz oder Genre übergreifende Produktionen mit Popmusik im Fokus.

Ein Highlight in der Orchestergeschichte war das Jahr 1993: Für ihre sensationelle Einspielung des Main Title der Fernsehserie The Beauty and the Beast wurden die Nürnberger Symphoniker in Los Angeles mit einem der begehrten Grammy Awards ausgezeichnet.

Längst bewegen sich die Nürnberger Symphoniker auf internationalem Parkett. Seit 2009 ist der junge englische „Shooting-Star“ Alexander Shelley Chefdirigent des Orchesters. In seiner Ära absolvierten die Nürnberger Symphoniker zahlreiche internationale Gastspiele in Wien, Prag, Mailand, Japan und auch in China. So tragen sie heute ihre Interpretationen „Made in Nuremberg“ vital, inspiriert und selbstbewusst in die Welt!

www.nuernbergersymphoniker.de


Alexander Shelley (Dirigent)

Portrait Alexander Shelley / Foto: Torsten Hönig

Foto: Torsten Hönig

Alexander Shelley, 1979 in London geboren, wurde 2005 durch einstimmige Jury-Entscheidung zum Gewinner der Leeds Conductors Competition ernannt. Die Presse beschrieb ihn als „den aufregendsten und begabtesten jungen Dirigenten, der je diese renommierte Auszeichnung erhalten hat. Seine Dirigiertechnik ist makellos, kristallklar und Werkzeug seiner angeborenen Musikalität“.

Im September 2009 übernahm Shelley den Posten des Chefdirigenten der Nürnberger Symphoniker. Seitdem wird er sowohl von der Presse als auch vom Publikum gleichermaßen gefeiert.

Seinen Vertrag verlängerte er vorzeitig bis zum Jahr 2017. Somit wird er weiterhin in den beiden Abonnementreihen des Orchesters zu erleben sein, das alljährliche Klassik Open Air im Luitpoldhain mit 50.000 Zuhörern dirigieren, regionale Gastspiele, Jugendkonzerte sowie nationale und internationale Tourneen leiten, die ihn mit dem Orchester bereits nach Japan und China, Mailand, Antwerpen, Prag und zum Wiener Musikverein führten.

Seit September 2015 bekleidet Alexander Shelley zusätzlich zu seinem Engagement in Nürnberg die Position des Musikalischen Leiters des prestigeträchtigen National Arts Centre Orchestra als Nachfolger von Pinchas Zukerman. Im Januar 2015 wurde er außerdem zum Ständigen Ersten Gastdirigenten des Royal Philharmonic Orchestra London ernannt.

Nach seinem Operndebüt 2008 an der Königlichen Oper Dänemark mit Lehárs Lustiger Witwe kehrte Alexander Shelley im Frühjahr 2011 für eine Neuproduktion von Gounods Romeo und Julia dorthin zurück. Seine Operndirigate setzte er 2012 für die Opera Lyra am National Arts Centre in Ottawa mit La Bohème und 2014 mit Così fan tutte an der Opera National de Montpellier fort. 2015 hat er an der Opera North eine neue Produktion von Mozarts Figaro musikalisch betreut.

In den letzten Saisons leitete er unter anderem das Royal Philharmonic Orchestra London, das Philharmonia Orchestra, die Rotterdamer Philharmoniker, die Niederländische Radiophilharmonie, das Simón Bolívar Orchestra in Venezuela und das Seattle und Houston Symphony Orchestra in den USA, das hr-Sinfonieorchester, das MDR Sinfonieorchester, das Leipziger Gewandhaus, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die NDR Radiophilharmonie, das Mozarteumorchester Salzburg, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, die Göteborger Sympho-niker, das Schwedische Radio-Symphonieorchester, die Osloer Philharmoniker, das National Arts Centre Orchestra in Ottawa, das Sapporo Symphony Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das English Chamber Or-chestra, das Orchestre National de Bordeaux und die Symphonieorchester von Monte Carlo, Melbourne, Malaysia, Neuseeland und Singapur sowie die Hongkong Philharmonic. Im Februar 2013 leitete er mit großem Erfolg vier Aufführungen von Verdis Requiem mit dem Mo-zarteum Orchester im Salzburger Festspielhaus. 2015 debütierte Alexander Shelley bei der Tschechischen Philharmonie, beim Orchestre de la Suisse Romande und bei der Camerata Salzburg.

Im Januar 2013 nahm Alexander Shelley mit Daniel Hope und den Stockholmer Philharmonikern Korngolds Violinkonzert für die Deutsche Grammophon auf. 2014 spielte er beim selben Label eine neue Version von Prokofjews Peter und der Wolf mit Campino und dem Bundesjugendorchester ein und führte das BJO im gleichen Jahr auf eine Deutschland-Tournee. Den Höhepunkt bildeten Auftritte in der Berliner Philharmonie und im Festspielhaus Baden-Baden, wo er das Kooperationskonzert mit den Berliner Philharmonikern gemeinsam mit Simon Rattle leitete.

Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist Shelley durch regelmäßige, in Bremen und ganz Deutschland stattfindende Konzerte eng verbunden. Dabei fungiert er auch als Künstlerischer Leiter des „Zukunftslabors“ der Kammerphilharmonie – einer preisgekrönten Serie, die es sich zum Ziel gesetzt hat, eine dauerhafte Beziehung zwischen Orchester und einer neuen Generation von Konzertbesuchern zu entwickeln, und zwar durch die Bindung und Einbeziehung junger Zuhörer von Klein auf mittels der Musik als Quelle sozialen Zusammenhalts und Integration.

Shelley, der einer Musikerfamilie entstammt, studierte Violoncello bei Timothy Hugh und Steven Doane am Royal College of Music in London sowie bei Johannes Goritzki an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, an der er bei Thomas Gabrisch auch sein Dirigierstudium absolvierte. Im Jahr 2001 gründete er in Düsseldorf die Schumann Camerata. Nach mittlerweile über 80 Konzerten mit dem jungen Kammerorchester im In- und Ausland wurde in der vergangenen Spielzeit die siebte Ausgabe von „440Hz“ vorgestellt – eine auf junge Erwachsene zugeschnittene innovative Konzertreihe mit prominenten Fernseh- und Bühnenpersönlichkeiten, die nach Shelleys Auffassung ein jüngeres Publikum in die Konzertsäle locken soll.

www.alexandershelley.com


Cameron Carpenter (Orgel)

Portrait Cameron Carpenter / Foto: Heiko Laschitzki

Foto: Heiko Laschitzki

Für den Ausnahmeorganisten Cameron Carpenter erfüllte sich 2014 ein lang gehegter Traum: Die Fertigstellung seines eigenen Instruments. Mit der International Touring Organ (ITO) war Cameron Carpenter bereits in vielen bedeutenden Spielstätten weltweit zu Gast. Die nach seinen Plänen gefertigte ITO ermöglicht ihm, an fast jedem Ort der Welt konzertieren zu können – eine Selbstverständlichkeit für die meisten Instrumentalisten, eine Revolution jedoch für Cameron Carpenter als Organisten. Begleitend zur Premiere der ITO erschien im Frühjahr 2014 seine Debüteinspielung If You Could Read My Mind für Sony Classical.

Zu den Höhepunkten der Saison 2015/16 zählen die Uraufführung seines ersten Orgelkonzertes für großes Orchester mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck, Konzerte mit dem Orchestre National du Capitol de Toulouse unter Tugan Sokhiev, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Alexander Shelley sowie eine Tournee mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Cornelius Meister. Im Sommer 2015 debütiert Cameron Carpenter beim Boston Symphony Orchestra unter Stéphan Denève und beim Shanghai Symphony Orchestra. Für Rezitale reist er mit der ITO nach Australien, Österreich, Italien, in die Schweiz und die Tschechische Republik. Eine besondere Zusammenarbeit verbindet Cameron Carpenter mit der Berliner Philharmonie, deren Orgelsaison er 2015 zum vierten Mal eröffnet.

2014 spielte Cameron Carpenter die Uraufführung des für ihn geschriebenen Orgelkonzertes At The Royal Majestic von Terry Riley mit LA Philharmonic unter John Adams.

Cameron Carpenter arbeitet regelmäßig mit bedeutenden Künstlern anderer Genres zusammen, wie z.B. dem Regisseur Peter Sellars, für dessen Regiearbeit „Michelangelo Sonnets“ beim Manchester International Festival 2013 Cameron Carpenter Schostakowitschs „Michelangelo-Suite“ für Orgel transkribierte.

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J.S. Bachs Wohltemperiertes Klavier auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School. Neben seiner Mentorin Beth Etter zählten John Bertalot sowie James Litton zu seinen Lehrern. An der North Carolina School of the Arts studierte er Komposition und Orgel bei John E. Mitchener – und transkribierte währenddessen über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5. Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York, deren Student er von 2000 bis 2006 war. Parallel zu seinen Studien an der Juilliard erhielt er Klavierunterricht von Miles Fusco. 2011 wurde sein Konzert für Orchester und Orgel „Der Skandal“, ein Auftragswerk der Kölner Philharmonie, von der Deutschen Kammerphilharmonie uraufgeführt. 2012 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008 erschienen bei Telarc) für einen Grammy nominiert. Ebenfalls bei Telarc erschien 2010 Cameron Live! Cameron Carpenters Kompositionen werden exklusiv bei Edition Peters verlegt.

www.cameroncarpenter.com

Hauptförderer des Klassik Open Air:

Sparda-Bank Lebkuchen Schmidt Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt Stiftung