Klassik Open Air

Stadt Nürnberg

Staatsphilharmonie Nürnberg:
Biographien Orchester und Solisten

Marcus Bosch

Generalmusikdirektor der Staatsphilharmonie Nürnberg

Portrait Marcus Bosch

Marcus Bosch ist seit 2011 Generalmusikdirektor des Staatstheater Nürnberg. Nach seinem Debüt im Alter von 24 Jahren bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz durchlief der Dirigent deutsch-brasilianischer Abstammung die klassische Kapellmeisterlaufbahn, die ihn an die Staatstheater Wiesbaden und Saarbrücken sowie zum Staatsorchester Halle führte.

Von 2002 bis 2011 war Marcus Bosch mit großem Erfolg Generalmusikdirektor der Stadt Aachen. Als Gast dirigierte er zahlreiche große Orchester in Europa, Amerika und Asien, darunter die Staatskapelle Dresden, die Münchner Philharmoniker, das Orchestra Nazionale della RAI Torino, das Orchestre National de Belgique, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, das RSB und DSO Berlin, das MDR Sinfonieorchester und die Deutsche Radiophilharmonie.

Als Operndirigent gastierte er u. a. an der Sächsischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin, der Göteborgs Operan und am Teatro Filarmonico Verona („Tristan und Isolde“). Regelmäßiger Gast ist er an der Hamburgischen Staatsoper, wo er seit seinem Debüt mit „Fidelio“ im September 2005 u. a. „Die Entführung aus dem Serail“, „Der Freischütz“, „Falstaff“ und „Macbeth“ dirigiert hat und als nächstes York Höllers „Der Meister und Margerita“ als Eröffnungspremiere der Spielzeit 2013/2014 einstudieren wird.

Die Zuerkennung des Händel-Preises der Stadt Halle und seine Dirigate bei der Münchner Biennale für zeitgenössische Musik stehen für die breite stilistische Kompetenz des Dirigenten. Seit dem Sommer 2010 leitet Marcus Bosch die Opernfestspiele seiner Heimatstadt Heidenheim sowie die Waldhauskonzerte Flims (CH).

In den letzten Jahren ist eine umfangreiche Diskographie entstanden, zu der die auch international beachteten Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner zählen sowie zuletzt die DVD-Aufzeichnung von Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ am Staatstheater.


Die Staatsphilharmonie Nürnberg

Die Staatsphilharmonie Nürnberg ist das große Orchester der Metropolregion Nürnberg und das zweitgrößte Opern- und Konzertorchester in Bayern. Neben circa 150 Opern- und Ballettvorstellungen im Opernhaus des Staatstheaters Nürnberg bestreitet sie jährlich acht Philharmonische Konzerte in der Meistersingerhalle, zahlreiche Sonderprojekte und Kinderkonzerte. Seit 1999 gestaltet sie das größte europäische Klassik-Open-Air mit über 70.000 Besuchern.

Die Geschichte des Orchesters reicht zurück bis zu der seit 1377 nachweisbaren Reichsstädtischen Ratsmusik Nürnbergs. In der Barockzeit zählte Nürnberg zu den Zentren der deutschen Oper, ab 1801 wurden die Nürnberger Stadtmusiker kontinuierlich zu den Aufführungen des neuen "Nürnberger Nationaltheaters" herangezogen. Nachdem 1905 der Neubau des Opernhauses eröffnet worden war, legte man 1922 das Stadttheaterorchester mit dem von einem privaten Verein getragenen "Philharmonischen Orchester" zusammen. Als Generalmusikdirektoren prägten zuletzt Hans Gierster, Christian Thielemann, Eberhard Kloke, Philippe Auguin und Christof Prick die damaligen Nürnberger Philharmoniker. Zahlreiche Uraufführungen von Komponisten wie Boris Blacher, Hans Werner Henze, Wilfried Hiller, Paul Hindemith, Wilhelm Killmayer, György Ligeti, Krzysztof Penderecki, Aribert Reimann, Isang Yun, Hans Zender oder Bernd Alois Zimmermann wurden in dieser Zeit dem Orchester anvertraut. Gastspielreisen führten das Orchester u.a. nach Salzburg, Nizza, New York und zum Hongkong Arts Festival. Zu den großen internationalen Ereignissen gehörte insbesondere die erste Aufführung der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in der Volksrepublik China.

Mit dem Amtsantritt von Generalmusikdirektor Marcus Bosch im Herbst 2011 wurde das Orchester auf 91 Planstellen vergrößert und der Name Staatsphilharmonie Nürnberg verliehen. Zeitgleich erfolgte die Gründung der Orchesterakademie. Mit zahlreichen neuen Konzertformaten und Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten gelingt es Marcus Bosch mit dem Orchester neue Publikumsschichten anzusprechen. In den kommenden Jahren bildet die Gesamtaufnahme der Sinfonien von Antonín Dvořák einen Schwerpunkt der Tonträgereinspielungen – die beiden ersten CDs finden internationale Anerkennung. Seine Eröffnungsproduktion von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ ist als DVD erschienen, die Spielzeiteröffnung 2012 mit Wagners „Tristan und Isolde“ wurde bundesweit und in Österreich live in mehr als 50 Kinos übertragen. Ab der Spielzeit 2013/2014 erarbeitet Marcus Bosch mit dem Orchester einen neuen „Ring des Nibelungen“ in der Regie von Georg Schmiedleitner.

Der Bayerische Rundfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen als Medienpartner wichtige Konzerte und Opernaufführungen der Staatsphilharmonie Nürnberg.


Opernchor Staatstheater Nürnberg

Der Opernchor des Staatstheater Nürnberg ist ein Ensemble aus 42 professionellen Sängerinnen und Sängern aus 15 Nationen. Die Mitglieder des Chores sind ausgebildete Sänger, die fest am Staatstheater engagiert sind. Der Opernchor steht bei den Opern-, Operetten-, Musicalaufführungen und -in der kommenden Spielzeit erstmals auch bei eine Ballett-Produktion- des Staatstheaters mit jährlich ca. 150 Aufführungen auf der Bühne. Dazu kommen regelmäßige Konzertauftritte. 2012 wirkte der Opernchor bei der DVD-Aufnahme von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ mit. Seit 2011 ist Tarmo Vaask Erster Chordirektor des Opernchores.


Melba Ramos

Portrait Melba Ramos / Foto: Künstleragentur

Foto: Künstleragentur

Melba Ramos, Amerikanische Sopranistin, schloss ihre Ausbildung am Pablo Casals Musik-Konservatorium in San Juan ab, wo sie 1987 den ersten Preis bei den „District Metropolitan Opera Auditions“ erhielt. Ihr Operdebüt gab sie kurz darauf als Despina in Mozarts „Cosi fan tutte“. Von 1989 bis 1992 gehörte sie dem Opernstudio Köln an. Anschießend war sie bis 1996 im Emsemble der Wuppertaler Bühnen engagiert, wo sie begann, ihr Repertoire als lyrischer Koloratursopran aufzubauen. Zahlreiche Gastengagements führten dis Sängerin an die Wiener Volksoper, die Oper der Stadt Bonn, die Komische Oper, Deutsche Oper und Staatsoper (allein Berlin) sowie an die Theater in Mannheim, Bremen, Kassel, Hamburg und Hannover.

Zudem gastierte sie an dert Westchester Hudson Opera in New York, am Teatro Carlo Felice in Genua, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Am Teatro Arriaga Bilbao und am Royal Opera House Covent Garden sowie bei den Schwetzinger Festspielen, der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Pfingstfestspielen, wo sie mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock und Christopher Hogwood zusammenarbeitete.

In den letzten jahren vollzog Melba Ramos wegen ihrer großen Stimmentwicklung einen Fachwechsel und ist nun in Rollen wie Aida, Tosca, Cio-Cio-San „Madama Butterfly“, Ariadne „Ariadne auf Naxos“,Leonora „Il Trovatore“, Amelia „Un Ballo in Maschera“ Giorgetta „IlTabarro“ und Lady Macbeth „Machbeth“ zu hören.


Kevin Short

Der amerikanische Bassbariton Kevin Short verfügt über ein breitgefächertes Repertoire, das von Monteverdi bis Stravinsky reicht, seriöse Basspartien ebenso umfasst wie ausgewählte Rollen des Heldenbaritonfachs und zählt damit zu den vielseitigsten Sängern seiner Generation.

Er studierte Gesang an der Morgan State University, am Curtis Institute of Music und am Juilliard Opera Center in New York und ist Preisträger zahlreicher Gesangswettbewerbe. Nach Abschluss des Studiums begann er seine Karriere in New York und stand an der Metropolitan Opera und der New York City Opera in mehr als 20 Rollen auf der Bühne, u.a. als Colline in „La Bohème“, Masetto in „Don Giovanni“, Figaro in „Die Hochzeit des Figaro“ und Raimondo in „Lucia di Lammermoor“.

Weitere Engagements in Nordamerika führten ihn u.a. an die Lyric Opera of Chicago, die Los Angeles Opera, die Washington Opera, die Seattle Opera, die Canadian Opera Company in Toronto und die Vancouver Opera. Kevin Short gab sein Europadebüt als Osmin in „Die Entführung aus dem Serail” am Theater St. Gallen und sang Rollen wie die Titelpartie in „Attila“, König Philipp in „Don Carlos“, Leporello in „Don Giovanni“, Mephistopheles in „Faust“, Escamillo in „Carmen“, Nick Shadow in „The Rake’s Progress“, Figaro und Graf Almaviva in „Die Hochzeit des Figaro“ und Porgy in „Porgy and Bess“ an europäischen Bühnen wie der Opéra Comique in Paris, am Grand théâtre de la ville du Luxembourg, an der Oper Köln, der Oper Stuttgart, dem Theater Aachen, dem Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Lirico di Cagliari, dem Teatro di San Carlo, dem Theater Basel, dem Theater Bern und dem Teatro Nacional di São Carlos in Lissabon.

Weitere Auftritte führten ihn u.a. an die New Israeli Opera, zu den Bregenzer Festspielen, den Festspielen Baden-Baden, dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Savolinna Opera Festival und dem Saito Kinen Festival Matsumoto in Japan. In der Spielzeit 2015/2016 ist Kevin Short u.a. König Philipp in „Don Carlos“ an der Sarasota Opera in Florida, als Pfleger des Orest in „Elektra“ an der Metropolitan Opera, als Comte de Gormas in „Le Cid“ bei den St. Galler Festspielen und als Porgy am Théâtre du Capitole in Toulouse und beim Klassik Open Air der Staatsphilharmonie Nürnberg zu erleben.

www.kevin-short.com

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Hauptförderer des Klassik Open Airs:

Sparda-Bank Lebkuchen Schmidt Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt Stiftung