Klassik Open Air

Stadt Nürnberg

Staatsphilharmonie Nürnberg:
Biographien Orchester und Solisten

Staatsphilharmonie Nürnberg

Das Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg ist nach dem Bayerischen Staatsorchester das größte bayerische Opernorchester. 1981 wurden sie in die Spitzenklasse „A” der deutschen Kulturorchester eingestuft.

Philharmonisches Orchester, Foto: Ludwig Olah

Foto: Ludwig Olah

Für den hohen Standard des Orchesters ist ein umfangreiches Konzertleben von essentieller Bedeutung: So gestalten die Staatsphilharmonie Nürnberg neben ihrer Tätigkeit als Orchester des Staatstheaters Nürnberg mit den „Philharmonischen Konzerten” jährlich acht Symphoniekonzerte und weitere Sonder-, Kinder- und Jugendkonzerte. Gastspielreisen führten das Orchester unter anderem nach Salzburg, Nizza oder zum Hongkong Arts Festival sowie in jüngster Zeit auch nach New York.

Seit jeher hat sich das Orchester um die Aufführung neuer Kompositionen verdient gemacht und im Konzert- wie im Opernbereich zahlreiche Werke uraufgeführt. Dabei haben die Staatsphilharmonie Nürnberg mit vielen namhaften Dirigenten und Solisten zusammengearbeitet.

www.staatstheaternuernberg.de


Marcus Bosch

Generalmusikdirektor der Staatsphilharmonie Nürnberg

Portrait Marcus Bosch / Foto: Ulf Krentz

Foto: Ulf Krentz

Marcus Bosch ist seit 2012 Generalmusikdirektor des Staatstheater Nürnberg. Nach seinem Debüt im Alter von 24 Jahren bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz durchlief der Dirigent deutsch-brasilianischer Abstammung die klassische Kapellmeisterlaufbahn, die ihn an die Staatstheater Wiesbaden und Saarbrücken sowie zum Staatsorchester Halle führte. Von 2002 bis 2011 war er mit großem Erfolg Generalmusikdirektor der Stadt Aachen.

Als Gast dirigierte er zahlreiche große Orchester in Europa, Amerika und Asien, darunter die Staatskapelle Dresden, die Münchner Philharmoniker, das Orchestra Nazionale della RAI Torino, das Orchestre National de Belgique, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, das RSB und DSO Berlin, das MDR Sinfonieorchester und die Deutsche Radiophilharmonie. Als Operndirigent gastierte er u. a. an der Sächsischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin, der Göteborgs Operan und am Teatro Filarmonico Verona („Tristan und Isolde”). Regelmäßiger Gast ist er an der Hamburgischen Staatsoper, wo er seit seinem Debüt mit „Fidelio” im September 2005 u. a. „Die Entführung aus dem Serail”, „Der Freischütz”, „Falstaff” und „Macbeth” dirigiert hat und als nächstes die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2013/2014 einstudieren wird. Die Zuerkennung des Händel-Preises der Stadt Halle und seine Dirigate bei der Münchner Biennale für zeitgenössische Musik stehen für die breite stilistische Kompetenz des Dirigenten. Seit dem Sommer 2010 leitet Marcus Bosch die Opernfestspiele seiner Heimatstadt Heidenheim sowie die Waldhauskonzerte Flims (CH). In den letzten Jahren ist eine umfangreiche Diskographie entstanden, zu der die auch international beachteten Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner zählen sowie zuletzt die DVD-Aufzeichnung von Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg” am Staatstheater.

Text: Staatstheater Nürnberg


Hrachuhí Bassénz

Sopran

„Bildschön in Stimme und Erscheinung fasziniert sie vom ersten Auftritt an. Ihre Stimme wird auch bei den Spitzentönen nicht schrill, behält stets den warmen angenehmen Ton.” beschreiben die Musenblätter die Sopranistin. Und die Besucherinnen und Besucher der Nürnberger Staatsoper können das nur bestätigen, die sie u.a. als „Königin der Nacht” in der „Zauberflöte” oder als „Emilia di Liverpool” erlebten.

Die armenische Sopranistin Hrachuhí Bassénz wurde in Eriwan geboren und absolvierte erst ein Violinstudium, bevor sie am Konservatorium ihrer Heimatstadt Gesang studierte. Sie verfügt über ein umfangreiches Repertoire, nahm mehrere CDs mit zeitgenössischer Musik armenischer Komponisten auf und konzertierte in Nordkorea, Moskau, Zypern, im Libanon, der Türkei, Österreich und den USA. Von 2006 bis 2008 gehörte Hrachuhí Bassénz dem Ensemble des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen an, wo sie mit dem Gelsenkirchener Theaterpreis ausgezeichnet wurde. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist sie Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg und hat bereits letztes Jahr das Publikum beim Klassik Open mit ihrer brillanten Stimme verzaubern können. Im gleichen Jahr noch wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.


Leah Gordon

Sopran

Die junge Sopranistin Leah Gordon begann ihre Ausbildung an der Universität Toronto bei Mary Morrison und schloss sie 2005 mit dem Master of Music in Performance an der Guildhall School of Music und Drama in London ab. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den zweiten Preis der Finalisten beim Concours International de Chant de Verviers, Belgien, und den dritten Preis an der Concourso Internazionale per cantanti lirici Spazio Musica, Orvieto, Italien. Ihr erstes Engagement führte sie nach Gelsenkirchen ans Musiktheater im Revier, wo für ihre hervorragenden Interpretationen 2008 den Gelsenkirchener Theaterpreis erhielt. Als Gast sang sie Frasquita in „Carmen“ am Aalto-Theater Essen und an den Wuppertaler Bühnen sowie Adele am Deutschen Nationaltheater in Weimar und Inès in Meyerbeers „L’Africaine“ am Mainfranken Theater Würzburg. Seit 2008 ist Leah Gordon am Staatstheater Nürnberg engagiert, wo sie unter anderem die Partien der Micaela, Pamina, Musetta und Blondchen sang sowie Anaï in „Moses und Pharao“ und Contessa di Folleville in „Die Reise nach Reims“ und die Titelpartie in Donizettis „Emilia di Liverpool“.


Heidi Elisabeth Meier

Sopran

Heidi Elisabeth Meier studierte Konzert- und Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater in München, ging im Anschluss an das Theater Freiburg und ist seit 2006 an der Staatsoper Nürnberg engagiert. Sie debütierte mit Mozarts Sandrina („Finta Giardiniera”) und erweiterte seither ihr Mozartrepertoire u.a. mit dem Hongkong Symphony Orchestra 2007. Sie ist daher auch ein vielgefragter Gast als Königin der Nacht aus Mozarts „Zauberflöte”, die sie u.a. an der Oper Frankfurt, an der Komischen Oper Berlin und beim Würzburger Mozart-Festival sang. Ihre Konzerttätigkeit umfasst das ganze „klassische” Repertoire bis hin zur zeitgenössischen Musik, was u.a. zu einer CD-Produktion mit dem Deutschen Symphonieorchester unter Kent Nagano mit Schönbergs „Jakobsleiter” und zur Teilnahme am Lucerne Festival 2007 in der Schweiz führte, sowie zu wiederholten Einladungen bei internationalen Orchestern, wie z.B. dem Royal Scottish National Orchestra, der Tschechischen Philharmonie in Prag und Brünn, dem NDR Hannover und in die USA.

Im November 2009, dem Jahr in dem sie auch das Nürnberger Publikum beim Klassik Open Air begeisterte, wurde sie schließlich auch mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und 2010 vom Deutschlandradio für ihre Rolle bei der Uraufführung von Detlev Glanerts „Das Holzschiff“ zur besten Opernsängerin des Jahres gewählt.


Michaela Maria Mayer

Sopran

Michaela Maria Mayer studierte von 1998 bis 2001 an der Hochschule für Musik in Nürnberg und erhielt 1999 in München das Stipendium des Deutschen Bühnenvereins. Ab Oktober 2001 setzte sie ihre Studien an der Hochschule für Musik und Theater Hannover fort, zunächst im Studiengang Oper, danach in der Soloklasse Gesang. Seit 2007 arbeitet sie mit Frau Prof. Snezana Stamenkovic (Mannheim) zusammen. Meisterkurse bei Klesie Kelly und Marlis Petersen ergänzten ihre Ausbildung. Von 2004 bis 2006 war sie Mitglied im Ensemble der Oper Wuppertal. Dort debütierte sie mit der Partie der Blonde („Die Entführung aus dem Serail“) und wurde in der Kritikerumfrage NRW-Musiktheater der Zeitschrift „theater pur“ (2004/2005) zweimal als Beste Nachwuchssängerin nominiert. Gastengagements führten die junge Sopranistin u.a. an das Theater Heidelberg, das Barocktheater Schwetzingen, die Heidelberger Schlossfestspiele, die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, das Staatstheater Schwerin, das Nationaltheater Mannheim und die Staatsoper Stuttgart. 2007 war Michaela Maria Mayer Finalistin beim Internationalen Mozartwettbewerb Wiesbaden. Von 2007 bis 2011 war sie am Theater Aachen engagiert, wo sie u.a. als Gilda („Rigoletto“), als Hanna Glawari („Die lustige Witwe“) und in der Titelpartie von „Pelléas et Mélisande“ zu erleben war. 2011 gab sie als Eva in „Die Meistersinger von Nürberg“ ihr Debüt am Staatstheater Nürnberg, wo sie seit dieser Spielzeit Mitglied des Ensembles ist.


David Yim

Tenor

Der Tenor David Yim wurde in Südkorea geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der Yeung-Nam Universität in seiner Heimat und studierte an der Musikhochschule in Lübeck. Hier zählten u. a. James Wagner und Günter Binge zu seinen Lehrern. Darüber hinaus nahm er am Meisterkurs von Maestro Pier Miranda Ferraro in Mailand teil und erhielt zahlreiche Preise. In der Zeit von 1995 bis 2000 sammelte David Yim am Staatstheater in Südkorea erste Bühnenerfahrungen mit Partien wie dem Fenton („Die lustigen Weiber von Windsor“), Edgardo („Lucia di Lammermoor“) und Don José („Carmen“). Ab Mai 2000 war David Yim im Chor an der Staatsoper Hamburg engagiert, wo er in vielen kleineren Solo-Partien eingesetzt wurde. Im Februar 2007 gab der Sänger sein Debüt als Alvaro in „La forza del destino“ am Theater in Bremen mit überregional hervorragenden Kritiken. Er sang diese Partie auch am Essener Aalto-Theater und gastierte in Verdis „Don Carlo“ am Staatstheater Hannover. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist David Yim für das italienische Tenor-Fach am Staatstheater Nürnberg engagiert und sang hier bereits den Herzog in „Rigoletto“, den Sänger in „Der Rosenkavalier“, Radames in „Aida“, Dom Antonio in „Dom Sébastien“, Aménophis in „Moses und Pharao“ und Ismaele in „Nabucco“. 2010/2011 war er als Macduff in Verdis „Macbeth“, als Don Jose in „Carmen“ und als Cavaradossi in „Tosca“ zu erleben.


Tarmo Vaask

Chordirektor

Tarmo Vaask wurde in Estland geboren. Er studierte Chor- und Orchesterleitung in Tallinn und Stuttgart und absolvierte Dirigierkurse bei John Eliot Gardiner, Frieder Bernius, Helmuth Rilling, Hiroyuki Iwaki, Neeme Järvi. Tarmo Vaask übernahm einige Dirigate an der Nationaloper Tallinn, war Künstlerischer Leiter des Akademischen Orchesters Freiburg und der Philharmonie Schwäbisch Gmünd. Weitere Engagements hatte er beim SWR Vokalensemble Stuttgart, Coeur de Radio France und beim Estnischen Philharmonischen Kammerchor. Als Chordirektor und Kapellmeister war er u. a. tätig bei der Theater & Philharmonie Thüringen, am Theater Heidelberg und am Theater Bremen. In Bremen war er auch als Spezialist für zeitgenössische Opernwerke geschätzt und übernahm so die Musikalische Leitung mehrerer Uraufführungen wie Ludger Vollmers Oper „Gegen die Wand“ nach Fatih Akims gleichnamigem Drehbuch. In der Spielzeit 2011 übernahm er die Stelle des Chorleiters in Bern, seit September 2011 ist er als Chordirektor mit Dirigierverpflichtung am Staatstheater Nürnberg engagiert. Für die Opernfestspiele Heidenheim im Sommer 2012 bereitet Tarmo Vaask mit dem Konzertchor Stuttgarter Choristen „Carmen“ unter der Leitung von Marcus Bosch vor.

Philharmonischer Chor, Foto: Ludwig Olah

Philharmonischer Chor, Foto: Ludwig Olah

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Hauptförderer des Klassik Open Airs:

Sparda-Bank Lebkuchen Schmidt Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt Stiftung